Detlef Bothe spielt

den Sexmörder

Als Johann Fischer aus dem Gefängnis entlassen wurde, hatte er bereits sieben Jahre wegen Mordes eingesessen. Anfang der neunziger Jahre schlägt er erneut zu. Er überfällt nacheinander drei junge Frauen und misshandelt sie auf brutalste Weise. Und obwohl er die Frauen würgt, schlägt und zwei von ihnen mit einem Bowie-Messer in Brust und Gesicht sticht – er lässt sie am Leben und flieht.

Alle Taten haben eine Gemeinsamkeit, die diesen Täter so interessant machen: Johann Fischer hätte bei allen drei Taten die Gelegenheit gehabt, die Opfer zu vergewaltigen und auch zu töten, doch er tat es nicht. Erstaunlicherweise entschied er sich in den kommenden zwei Monaten bei zwei sehr ähnlich ablaufenden Überfällen genau andersherum. Dieses Mal tötete er die Opfer durch mehrere Stiche in Brust und Hals. Die Frauen hatten sich heftig gewehrt und wurden von diesem Hünen regelrecht niedergemetzelt.

Profiler Stephan Harbort steht vor einem Rätsel: Warum tötete Johann Fischer diese Frauen, während er die anderen Opfer am Leben ließ? Wie war es möglich, dass ein wegen Mordes Vorbestrafter nur wenige Monate nach seiner Freilassung rückfällig wird? Sogar vom Serienvergewaltiger zum Serienmörder wird? Wie wurde der Mann überhaupt zum Mörder?