Sven Martinek spielt

den Psycho

Im Alter von 27 Jahren hatte Frank Kuhlmeyer bereits acht Haftstrafen abgesessen. Nach der letzten Entlassung stand er vor dem Nichts. Kein Job, kein Geld. Der junge Mann entschließt sich spontan, einen Wirt auszurauben. Doch sein Opfer zu überwältigen und außer Gefecht zu setzen, reicht ihm nicht. Kuhlmeyer richtet den Mann so brutal zu, dass dieser nach zwei qualvollen Stunden stirbt. Nur vier Tage später tötet er erneut. Er wird von seinem zweiten Opfer, einem Mann, den er auf der Straße kennen gelernt hat, in dessen Wohnung eingeladen. Die beiden geraten in Streit und Kuhlmeyer ermordet den Mann mit Tritten und Schlägen während er ihn bespuckt und beleidigt.

Seine dritte und letzte Tat ist die mit Abstand grausamste. Wieder handelte es sich um eine zufällige Bekanntschaft. In der Wohnung des Mannes sticht Kuhlmeyer sechsmal mit einem Küchenmesser auf ihn ein. Den völlig wehrlosen und schwer verletzten Mann, hängt Kuhlmeyer anschließend in dessen Wohnung auf. Erst eine Stunde später wird das Opfer durch den Tod vom Leiden erlöst. Drei Tage später wird Kuhlmeyer festgenommen und im späteren Prozess zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Im Gerichtsprozess wurde klar, dass alle drei Taten eine Gemeinsamkeit haben: Kuhlmeyer zeigte keinerlei Mitgefühl oder Reue für seine Opfer. Der Profiler Stephan Harbort will herausfinden wie ein junger Mann zu so einem kaltblütigen Mörder werden kann. Was hat ihn dazu bewegt seine ersten beiden Opfer zu töten, obwohl er sie eigentlich nur ausrauben wollte? Warum ist er schon hier auf so besonders brutale und aggressive Weise vorgegangen? Wann wurde aus dem Raubmörder Kuhlmeyer, ein machtsüchtiger Killer? Was ist in diesem jungen Leben schon so früh schief gelaufen?