Marilyns letzte Sitzung

Das Leben einer Filmikone

1926 wurde Marilyn Monroe in Los Angeles als Norma Jeane Mortenson (kirchlich Norma Jeane Baker) geboren. Sie war eine der schillerndsten Persönlichkeiten der 50er Jahre - sowohl als Schauspielerin, Fotomodell und Sängerin als auch als Filmproduzentin weltberühmt.

Das Leben der jungen Norma Jeane schien zunächst nicht allzu viel zu versprechen. Sie wuchs als Halbwaise teilweise bei verschiedenen Pflegeeltern oder im Waisenhaus auf. Bereits im Alter von 16 Jahren wurde die Hochzeit mit ihrem Jugendfreund Jim Dougherty arrangiert, um einer erneuten Zeit im Waisenhaus zu entgehen. Jedoch hatte dies zur Folge, dass sie auf Grund von gesetzlichen Bestimmungen ihren Schulabschluss nicht absolvieren durfte. Zwei Jahre später wurde sie von einem Armeefotografen in ihrer Zeit als Fabrikarbeiterin als Fotomodell entdeckt. Schon bald erreichte sie einen sehr beliebten Status in ihrer Modelagentur. Zu dieser Zeit wurden ihre Haare erstmals für eine Shampoo-Werbung blond gefärbt.

Durch den Talentsucher einer namhaften Produktionsfirma erhielt sie ihren ersten Vertrag als Nachwuchsschauspielerin. Er überzeugte sie zur Namensänderung „Marilyn“ und sie entschied sich für den Mädchennamen ihrer Mutter: „Monroe“. Nach zahlreichen kleinen Rollen besuchte sie das Actors Laboratory und sammelte weiterhin Erfahrungen in der Schauspielkunst.

In dem Film noir „Aspahlt-Dschungel“ aus dem Jahr 1950 konnte sie erstmals ihr Schauspieltalent beweisen. Schon bald wurde sie zum Publikumsliebling und Erfolgsgaranten der Filmstudios. Letztere drängten sie zunehmend in die Rolle der Femme fatale, wodurch sie große Erfolge verzeichnete und sie schließlich zum größten Hollywoodstar der damaligen Zeit wurde. 1954 gründete sie schließlich ihre eigene Produktionsfirma „Marilyn Monroe Productions Inc.“ und studierte Schauspiel am Actors Studio. Der Film „Manche mögen’s heiß“ brachte ihr den größten Erfolg in ihrem typischen Rollenbild als laszive Blondine. Hierfür wurde sie sogar mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Erst durch ihren letzten vollendeten Film „Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“ aus dem Jahre 1961 schaffte sie einen lang ersehnten Charakterwechsel.

Im Alter von 36 Jahren starb sie an einer Überdosis Barbiturate, die ehemals als typisches Schlafmittel eingenommen werden konnten (seit 1992 in Deutschland verboten). Sie galt als die weltweit bekannteste und meistfotografierte Frau ihrer Zeit.