Gefängnisregeln

Zacs Regeln zum Überleben

Die Serie "60 DAYS IN" handelt von Unschuldigen, die sich freiwillig für 60 Tage in ein Gefängnis sperren lassen, um herauszufinden, was wirklich hinter Gittern passiert und an welchen Stellen Verbesserungsbedarf besteht. Die Teilnehmer bekommen allerdings etwas, worauf echte Gefangene verzichten müssen: ein Training. 

Die dritte Staffel der Sendung findet im Fulton County Jail in Atlanta statt, einem 2500-Mann Gefängnis, welches mit Drogen- und Gangproblemen zu kämpfen hat. Wie in den ersten beiden Staffeln werden die Teilnehmer von Sargent Aaron Bell, dem Senior Training Officer an der Strafvollzugsanstalt in New Mexico, vorbereitet. Außerdem treffen die Teilnehmer Zac, der bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt hat, wie man hinter Gittern am besten überlebt.

Hier findet ihr Zacs wertvolle Tipps, wie man im Gefängnis in Sicherheit bleibt: 

NIEMALS SCHWÄCHE ZEIGEN.

Dein Erscheinungsbild ist dein Ein und Alles im Gefängnis.

Zac rät den Teilnehmern, sich anfangs etwas zurück zu nehmen und abzuwarten, bis die Gefangenen auf einen zukommen. Denn dann merken sie, dass man entspannt ist, sich nicht in andere Dinge einmischt und nicht versucht, etwas Verrücktes zu machen.

Dieser Prozess mag zwar etwas länger dauern, aber er zahlt sich aus.

Zac erzählt, dass es Gefangene gab, die gemobbt wurden und denen Dinge weggenommen wurden, wie beispielsweise Geld für die Dusche oder die Toilettenbenutzung. Diese Probleme hatte Zac nicht. Er bekam solche Momente noch nicht einmal mit. Er lief einfach zu den Gefangenen und fragte, ob es in Ordnung wäre, wenn er das Badezimmer benutzen würde und sie ließen ihn vor – einfach so. 

VERTRAUE NICHT BLIND. 

Nicht jeder Gefangene will einem etwas antun. Das sollte aber nicht bedeuten, dass man nicht vorsichtig sein muss. Die Gefangenschaft bringt ihre eigene Ausbildung mit sich und es ist wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, dass die Gefangenen die Experten sind. Die meisten Gefangenen, die bereits einen längeren Zeitraum im Gefängnis verbracht haben, wissen mehr über das Gesetz und die Rechtsprechung als die meisten Vollstreckungsbeamten.

Zac weiß aus eigener Erfahrung wie gefährlich es ist, einem Gefangenen zu vertrauen. In seinem Fall waren es glückliche Umstände. Als Zacs Zellengenosse mit selbstgebranntem Schnaps erwischt wurde, sagte Zac zu ihm, dass er da nicht alle anderen mit reinziehen solle und dieser versicherte ihm, dass er die Schuld auf sich nehmen würde, sollte es dazu kommen. 

MISCH DICH NICHT IN DINGE EIN, DIE DICH NICHTS ANGEHEN. 

Es ist schwierig, sich in einer so ungewohnten und stressvollen Situation zurückzunehmen. Emotionen kochen hoch, egal wie gut man sich vorbereitet. Zacs Hintergrund als Marineoffizier verschaffte ihm einen besonderen Vorteil.

Zac verhielt sich zunächst zurückhaltend und ruhig. Er ignorierte die anderen Gefangenen und wartete auf den Punkt, an dem sie ihm vertrauten. Das war etwas, was er beim Militär bereits gelernt hatte. Wenn man in eine neue Einheit kam oder in einem Trainingslager war, verhielt man sich so, dass man nicht auffiel und genauso benahm er sich auch im Gefängnis. Denn je weniger die anderen einen bemerken, desto weniger wird man in unangenehme Situationen involviert.

Man sagt, man soll nicht für Unruhe sorgen, keine Wellen verursachen und seine Spur halten. Das ist etwas, was man direkt zu Beginn des Militärs lernt. Du willst nicht derjenige sein, dessen Name man kennt, denn sobald jeder deinen Namen kennt, wird man für Sonderarbeit eingespannt und bekommt Sonderstrafen ab. Dasselbe gilt für das Gefängnis, zumindest zu Beginn. 

ZEIGE JEDEM DEINEN RESPEKT. 

Ein aufmüpfiges Verhalten kann schnell Ärger verursachen. Es wird den Teilnehmern geraten sich zurückhaltend zu verhalten, sich nicht in Dinge einzumischen und niemanden zu beleidigen.

Es gab ein paar Wörter, die die Teilnehmer nicht verwenden sollten. Zac benutze eines dieser Wörter und wurde in eine unangenehme Situation verwickelt. Es ging für ihn zum Glück besser aus, als es für andere ausgegangen wäre. Zac hatte sich bereits etabliert und eine Kameradschaft mit den anderen Gefangenen aufgebaut, die ihm zugutekam.

Respekt beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn Teilnehmer wissen wollen, wie man wirklich etwas bewirkt, dann indem man sich Respekt verdient und ihn gleichzeitig den anderen entgegenbringt.

Man sollte sich nicht aufführen wie ein großes Tier. Im Gefängnis kommt es darauf an, vorsichtig zu sein und sich nicht zu schnell einzumischen. Man wird misstrauisch beäugt und es wird schnell vermutet, dass man nach Informationen aus ist, wenn man immer in anderer Leute Probleme involviert sein möchte. 

VERWICKLE DICH NICHT IN KRIMINELLE TÄTIGKEITEN.

Es mag selbstverständlich klingen, aber das Gesetz im Gefängnis nicht zu brechen, ist gar nicht so einfach wie man denkt. Drogen gibt es überall, Streit bricht schnell aus und der Druck dazuzugehören ist immens für die Teilnehmer und ein schmaler Grat.

Es gibt Wege nicht in illegale Aktivitäten verwickelt zu werden. Zac wurden direkt am ersten Tag Drogen angeboten. Sie fragten ihn, ob er kiffen würde und er sagte, dass er es nicht im Gefängnis machen würde. Die Gefangenen zweifelten es gar nicht erst an, da sie wussten, dass Zac sich in einem Haftbefehl außerhalb seines Heimatstaates befand. Er wollte keine weiteren Strafen bekommen und das galt auch für viele weitere Gefangene mit Haftbefehlen außerhalb ihres Heimatortes. 

Zacs größte Herausforderung war es, den anderen zu beweisen, dass er keine Petze war.  Es wurden Codewörter von den Gefangenen benutzt um sich gegenseitig wissen zu lassen, dass Wärter im Trakt waren. Manchmal verhielten sich die Wärter laut wenn sie reinkamen, aber in anderen Situationen versuchten sie sich leise rein zu schleichen. Sah man einen der Wärter, musste man sofort das Codewort verwenden. Eines der Wörter war „zwölf“. Es wurden verschiedene Wörter verwendet, um zu sagen „Die Wärter sind hier“.

Um nicht aufzufliegen, deckte Zac keinen, der in illegale Aktivitäten verwickelt war, nutzte aber sofort das Codewort, wenn er einen der Wärter zuerst sah. Damit sicherte er sich das Vertrauen der anderen, dass er sie nicht in die Falle laufen ließ und bekam dadurch tiefere Einblicke in die kriminellen Aktivitäten der anderen.

DEN ATLANTA TEILNEHMERN  STEHT DIE GEWALTIGE HERAUSFORDERUNG BEVOR, durchzuhalten und das unter noch gefährlicheren Umständen. Im Laufe der Zeit werden wir herausfinden, ob die Teilnehmer in der Lage sind, etwas in Fulton County zu verändern. Keine Gruppe war bisher so gut darauf vorbereitet, 60 Tage in einem Gefängnis zu verbringen.

Erstveröffentlichung auf www.aetv.com