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03.08.2017 Jugendliche nimmt sich das Leben, nachdem sie zwangsverheiratet wurde

In anderen Teilen der Welt gibt es leider auch im 21. Jahrhundert immer noch arrangierte Ehen. Manche davon enden in wahren Tragödien, so auch die folgende Geschichte.

Rajabbi Khurshed, ein 18-jähriges Mädchen aus Tadschikistan, hatte ihren zukünftigen Ehemann Pirov vor der Hochzeit noch nie zu Gesicht bekommen.

Neben der entwürdigenden Untersuchung zur Überprüfung der Jungfräulichkeit, welche von der Regierung für jede junge Tadschikin vor ihrer Hochzeit vorgeschrieben wird, verlangte Rajabbis zukünftiger Ehemann noch zwei weitere, obwohl sie bereits verheiratet waren. Pirov glaubte den Resultaten der Untersuchung nicht, die ihre Jungfräulichkeit bestätigten. Er bezichtigte sie der Lüge und nahm sich eine weitere Ehefrau.

40 Tage nach der Hochzeit mit einem Fremden beschloss das junge Mädchen Gift zu trinken, um sich das Leben zu nehmen. Ihre Familie berichtete, dass sie sich von ihrem Ehemann massiv unter Druck gesetzt gefühlt hatte. Ihre letzten Worte waren „Ich kann es nicht mehr ertragen“.

Pirov drohen nun acht Jahre Gefängnis, weil er seine junge Frau durch sein Handeln zu dieser Tat getrieben hat. Er spricht sich jedoch von jeder Verantwortung frei und behauptet, dass alles was er tat, legal war. 

In ultrakonservativen Ländern wie Tadschikistan sind voreheliche sexuelle Beziehungen ein absolutes Tabu. Die staatlich vorgeschriebene Untersuchung der Jungfräulichkeit ist seit 2015 verpflichtend und wurde vordergründig zur Prävention von Krankheiten wie HIV und Hepatitis eingeführt.   

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